Tierheim Philipp in Kaposvar (Ungarn)

Die Stadt Kaposvár liegt 190 km südlich von Budapest und ca. 70 km vom Plattensee entfernt. Sie gehört zu den erfolgreichsten Städten in Ungarn was Wirtschaft und Tourismus angeht. Ob die Hunde in der Mitte des Waldes etwas davon wissen und profitieren - das glauben wir kaum:

tmb_Eingang_TH_PhilippDie Tiere leben auf engstem Raum und es gibt viele Rangkämpfe, die auch zu Verletzungen führen können.

Leider ist der Zufahrtsweg bei Regen mit dem Auto sehr schwer befahrbar, deshalb ist die Abholung der täglichen Essenreste immer sehr ungewiss. Abgesehen davon reichen die Lebensmittelreste nicht für die tägliche Ernährung der Hunde aus.


Im Tierheim Philip in Kaposvár arbeiten zwei junge Frauen (Schwestern) den ganzen Tag für das Wohl der Tiere. Wenn Sie Glück haben, erhalten sie zwischendurch Unterstützung von einer Person, die eine Art Sozialdienst verrichten muss.

tmb_021Der Tag der beiden Frauen sieht nicht sehr glorreich aus: Gegen 09.00 Uhr morgens sind sie im Tierheim und dann beginnt die wirkliche Arbeit: Alle Hunde werden mindestens einmal am Tag aus den Zwingern geholt und die eine Schwester geht mit ihnen ein wenig spazieren, damit sie sich frei bewegen können. Leinen sind eigentlich nicht nötig, die Hunde bewegen sich nie weit weg von den Frauen. In der Zwischenzeit macht die andere Schwester die Zwinger sauber und bereitet das Futter für die Hunde vor.

tmb_P1000441Oft reicht das Geld nicht aus, um anständiges Futter für die Tiere zu kaufen. So werden sie mit Fleisch- und Bäckereiabfällen gefüttert.

Das ist sicherlich nicht die beste Ernährung für einen Hund, aber wenn man kein Geld zur Verfügung hat nimmt man das, was man kriegen kann, um die Tiere zumindest einigermassen satt zu bekommen.

Ein Tag der beiden Frauen endet meist zwischen 21.00 und 22.00 Uhr im Tierheim - das heisst aber noch nicht, dass die beiden dann Feierabend haben: Zuhause haben sie meist noch weitere Hunde, die Pflege benötigen. Zudem muss eine der beiden das Tierheim immer mal wieder verlassen, wenn ein Telefon kommt wegen eines Notfalls (Hund) oder eben um das “Futter” für die Tiere zu beschaffen.

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