12.09. - 17.09.2008 Ungarn Reise
Reisebericht
Wir starteten unserer Reise am Freitag Abend, pünktlich um 20.00Uhr. Nachdem wir am Freitag alle noch den ganzen Tag gearbeitet hatten machten sich Céline und ich um 17.00 Uhr nach der Arbeit auf den Weg nach Reinach, um bei der AVB Autovermietung unseren Mietwagen abzuholen. Danach gings zu mir nach Hause um das Auto mit den ganzen Sachspenden und unserem persönlichen Gepäck zu beladen.
Nachdem wir meinen Papi in Dornach abgeholt haben, machten wir uns auf den weiten Weg nach Ungarn. Die Fahrt verlief ohne Probleme und wir kamen nach ca. 13 Stunden im Tierheim in Kaposvar an. Wir waren alle sehr müde, fingen dennoch sofort an, das Auto zu entladen.Die Begrüssung im Tierheim war wie immer sehr herzlich. Margit und Brigitta waren sichtlich froh, dass „die Schweizer“ endlich da waren. Es gab vieles zu tun… Wir schauten uns erst alle im Tierheim etwas um, mein Mann Marco war sichtlich geschockt von der Situation und den Umständen im Tierheim. Er war das erste mal dabei.
Nach einer kurzen Besprechung mit den Leuten vom Tierheim und Peter, einem Freund der Szantos (er spricht sehr gut Deutsch), wussten wir, was in den nächsten Tagen zu tun war. Die Hunde, die in die 4 unüberdachten Zwinger verweilten, sollten bis zum Winter ebenfalls ein Dach über den Kopf bekommen (die Finanzierung des Daches wird durch www.tierschutzprojekt-ungarn.de gesichert, VIELEN DANK an dieser Stelle) . Unsere Aufgabe war es, diese Zwingeranlage komplett abzureissen und 5 neue Zwinger zu erstellen. Ebenfalls sollten die Hunde nicht mehr auf diesem lehmigen, schlammigen Untergrund stehen. Wir haben uns überlegt, aus den im Tierheim vorhandenen Backsteinen einen Boden zu legen. Eine grosse Aufgabe, wenn man bedenkt, dass wir nur 3 Tage Zeit hatten und wir ausser den mitgebrachten Werkzeugen, keinerlei Werkzeug und Maschinen zur Verfügung hatten.
Marco und Peter machten sich also an die Planung der Zwinger und Céline und ich gingen in dieser Zeit Hundefutter einkaufen, denn die Hunde hatten seit Tagen nur noch Brotsuppe zum fressen. Mein Papi reparierte in dieser Zeit die Türe des Bauwagens (den wir bei unserem letzten Besuch mit Futter gefüllt hatten), den sie wegen der defekten Türe nicht mehr gebrauchen konnten. Als der Plan stand, die Aufgaben verteilt waren, fingen wir sofort mit unserer Arbeit an. Rolli und Marco gingen in den Baumarkt um noch die nötigen Sachen, wie Schaufel, Bickel, Schubkarre, Kabelbinder usw… einzukaufen. Céline und ich fingen an, die Zwinger abzubauen.
Wir hatten mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, verrostete Drähte, Unkraut, einbetonnierten Pfösten, eingewachsenen Bäume…
Wir arbeiteten non Stopp und waren am Abend so erschöpft, dass wir nur noch ins Bett wollten (man bedenke wir haben vom Freitag auf den Samstag so gut wie nichts geschlafen). Wir übernachteten bei Margit und deren Mutter zu hause und wurden mit einer feinen ungarischen Küche überrascht. Am nächsten Tag, sollte es wiederum zügig voran gehen.
Wir hatten uns alle etwas erholt, als wir am nächsten Morgen (Sonntag) um 8.00 Uhr mit unserer Arbeit starteten. Céline und ich gingen noch einmal Hundefutter einkaufen und die Männer fingen in dieser Zeit an, Boden zu legen, neue Pfosten zu setzen. Marco schweiste bei Peter zu Hause die Zwingertüren. Wir hatten heute Hilfe von 2 Arbeitern vom Tierheim, die dort Sozialdienst leisten. Wir mussten uns mit Händen und Füssen verständigen, was die Arbeit auch nicht grade leichter machte…
Wir haben die Tage wirklich hart gearbeitet, es gab auch manchmal Meinungsverschiedenheiten und Sticheleien, die Neven aller lagen blank und dennoch haben wir unser Ziel erreichen können und sind mit der Anlage fertig geworden.
In den nächsten Wochen wird der Dachdecker das Dach bauen und dann haben endlich alle Hunde im Tierheim ein schützendes Dach über dem Kopf.
Unsere Abreise rückte näher (Dienstag), wir waren dreckig, müde und erschöpft.
Der Abschied nahte und die Leute vom Tierheim waren traurig, dass wir sie schon wieder verlassen mussten. Doch wir versprachen, im Frühling wieder zu kommen. Wir haben dann vor, die Böden, die wir mit den Backsteinen verlegt haben noch zu betonieren. Ebenfalls haben wir vor, Umgebungsarbeiten zu erledigen…
Die Arbeit in diesem Tierheim wird nie zu Ende gehen…..
Unsere Arbeit geht nun auch in der Schweiz weiter. Wir möchten noch mehr Leute über das Tierheim in Kaposvar informieren, über die schlimmen Zustände im Tierheim. Wir werden weiterhin versuchen, Spenden zu sammeln, Flohmärkte zugunsten Kaposvar zu machen. Nicht zu vergessen, der Lottomatch, der am 30/31 Oktober im Restaurant Hard in Birsfelden stattfindet. Céline und ich werden dort arbeiten, zugunsten der Tiere in Kaposvar.



